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Fotografie Anfängerfehler

Aktualisiert: 25. Okt. 2021

Vermeide diese Fehler von Anfang an.

 

Als Anfänger im Bereich der Fotografie hat man es nicht einfach, weil man schnell mit Tipps und angeblich unentbehrlichem Equipment überflutet wird. Fotografie ist aber etwas mit dem man wachsen muss, um Schritt für Schritt die hohe Kunst der Fotografie zu begreifen.

Deswegen gebe ich dir hier 10 wichtige Tipps zur Fehlervermeidung, damit du nicht die typischen Anfängerfehler begehst:



Fehler Nr. 1: Du bist zu hektisch

Einen Fehler machen viele Anfänger sehr oft: Sie lassen sich keine Zeit.

Fotografie ist nichts, was man einfach so schnell machen kann. Es ist ein langes Prozedere, bis man endlich das gewünschte Foto gemacht hat. Ich kann dir zu 100% garantieren, dass du nie das perfekte Foto beim ersten Drücken des Auslösers machen wirst. Fotografie benötigt Zeit, damit man herum probieren kann, bis man die passenden Einstellungen, die richtige Perspektive und die perfekte Lichtsetzung für sein Motiv gefunden hat.


Fehler Nr. 2: Du kaufst eine Kamera, mit der du nicht umgehen kannst

Die Hersteller von Kameras ringen sich um Fortschritte in allen möglichen Bereichen der Kameratechnologie. Dabei werden noch schärfere und noch bessere Fotos durch die neuen Kameras beworben. Vielen Menschen ist nicht klar, dass keiner das alles brauchen kan. Als Anfänger tendiert man oft dazu, sich die neueste und teuerste Kamera zu kaufen, weil man denkt, dass damit der Einstieg viel schneller geht und man dadurch bessere Fotos macht. Jedoch fotografieren die meisten von ihnen dann im Automatikmodus und beschäftigen sich überhaupt nicht mit der Vielzahl von Möglichkeiten, die diese Kamera hat. Am Anfang ist es normal, dass man sich sehr schwer tut, diese Flut an Möglichkeiten zu erforschen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du dir eine Kamera kaufst mit der du umgehen kannst.


Fehler Nr. 3: Du fotografierst im Feldherrenblick

Wir Menschen sehen die Welt überwiegend aus einer Höhe von 1-2 Metern. Diese Sicht nennt man „Feldherrenblick“. Dadurch wirken auch Fotos, die du im aufrechten Stand machst, sehr langweilig und uninteressant. Wir sind eben diese Sichtweise gewohnt. Wenn du aber deine Perspektive veränderst, ergeben sich völlig neue Fotos, die auch sehr interessant wirken können. Fotografiere also nicht immer nur aus derselben Perspektive, sondern leg dich auf den Boden, klettere höher hinauf oder nähere bzw. entferne dich dem Motiv, um verschiedene Perspektiven zu gewinnen. Im Nachhinein kannst du dich dann für das Beste von ihnen entscheiden.


Fehler Nr. 4: Du fotografierst nur in JPG

Neue Kameras sind standardmäßig so eingestellt, dass sie im JPG Format fotografieren. Dabei handelt es sich um ein komprimiertes Format. Es hat zwar den Vorteil, dass der Speicherbedarf eines JPG Bildes minimal ist, jedoch kannst du es in der Nachbearbeitung nur sehr schlecht optimieren und verändern.

Daher gibt es das Format RAW.

Dieses Format ist so konzipiert, dass es das Foto nach der Aufnahme weitgehend ohne Bearbeitung auf das Speichermedium schreibt.

RAW speichert also das Bild roh ab. Beim Bild im RAW Format hat also noch keine technische Bearbeitung des Bildes stattgefunden, weswegen du nachträglich dein Bild umfangreich bearbeiten kannst.

RAW Fotos müssen also nachbearbeitet werden, da hier (im Gegensatz zu JPG) noch keine automatische Bearbeitung durch die Kamera selbst erfolgt ist.

Ich würde dir empfehlen am Anfang in beiden Formaten zu fotografieren. Du hast so immer ein fertiges Bild in JPG, hast aber auch die Möglichkeit in der Nachbearbeitung noch mehr aus deinem Bild herauszuholen.



Fehler Nr. 5: Du konzentrierst dich zu sehr auf die Technik

Talent ist wichtiger als Technik. Klar, es ist wichtig die Grundfunktionen der Kamera zu kennen, aber dabei darf man nicht auf die Praxis vergessen. Du benötigst so viel praktische Erfahrung wie möglich, damit du deinen eigenen fotografischen Stil entwickeln kannst. Damit möchte ich sagen, dass du dich, vor allem am Anfang, nicht durch jedes kleinste technische Detail verunsichern lassen solltest. Stattdessen würde ich dir empfehlen deine Kamera zu schnappen und üben zu gehen.



Fehler Nr. 6: Du verehrst den Automatik-Modus

Den Satz „Ich bin ein Profifotograf“ haben wir ja bereits vorher analysiert. Doch bei einem echten Profi wirst du selten das Wahlrad auf Automatik sehen. Dabei handelt es sich dabei um gar keinen wirklichen Fehler, sondern um reine Bequemlichkeit.

Du wirst dir jetzt bestimmt denken: „Ich dachte ich soll mich nicht zu sehr auf die Technik konzentrieren?“. Da hast du auch vollkommen recht, aber mit „zu sehr“ meine ich nicht, dass du gar keine Grundlagen der Technik verstehen solltest. Du möchtest doch bestimmt nicht einer von den Fotografen sein, die von sich aus behaupten Profis zu sein und andauernd im Automatikmodus fotografieren.


Fehler Nr. 7: Du schiebst alle Probleme auf die Nachbearbeitung

„Das bearbeite ich dann einfach in Photoshop“. Nein, tust du nicht. Mach auf keinen Fall den Fehler und schieb jede Korrektur und jedes Problem auf die Nachbearbeitung. Es ist sehr einfach zu sagen, dass man Bilder nachträglich bearbeitet und etwaige Fehler ausbessert. Es klingt aber einfacher als es in Wirklichkeit ist. Deshalb versuche schon bei der Aufnahme dein Bild so gut wie möglich einzufangen, damit du dir die Bearbeitung im Nachhinein ersparen kannst.


Fehler Nr. 8: Weniger ist mehr

Viele Anfänger tendieren dazu, so viel auf das Foto zu bekommen wie nur möglich, da sie denken, dass dies das Foto interessanter macht. Meist werden dann auch noch in der Nachbearbeitung die Korrekturen auf das Maximum gestellt. Es gilt in der Fotografie aber der Satz „Weniger ist Mehr“. Konzentriere dich in deinem Foto am besten auf das Hauptmotiv und versuche störende Elemente weg zu lassen. Wichtig ist es, auch in der Nachbearbeitung nicht zu übertreiben, sondern nur leichte Korrekturen anzuwenden.



Fehler Nr. 9: Unschärfe beim Sucher

Stell dir einmal vor du fotografierst mit manuellem Fokus, weil der automatische Fokus nicht richtig scharf stellt. Du siehst durch den Sucher und drehst am Objektiv, doch das Bild will einfach nicht scharf werden. In der Hoffnung, dass es irgendwie scharf ist, machst du deine Fotos und merkst in der Nachbearbeitung, dass die Fotos unscharf sind. Klingt unwahrscheinlich, passiert aber oft.

Grund dafür ist die falsch eingestellte Schärfe des Suchers bzw. des Dioptrienausgleichs. Dieser befindet sich neben dem Sucher und sollte auf deine Dioptrien (falls du welche hast) eingestellt werden. Hast du keine, dann solltest du dieses Rad in die neutrale Stellung bringen.



Fehler Nr. 10: Angst vor Fehlern

Am Anfang macht man Fehler, das ist völlig normal. Als Anfänger hat man meistens Angst davor, Fehler zu machen und das ist oft ein sehr großes Hindernis. Ganz ehrlich: Jeder hat Angst vor neuen Dingen. Aber was soll schon passieren, wenn dir Fotos misslingen?

Du kannst durch Fehler nur besser werden, ganz nach dem Motto: „Aus Fehlern lernt man“.

Im schlimmsten Fall gefällt dir das Bild nicht. Dann hat die Kamera eine ganz spezielle Funktion: Der „Lösch“-Knopf. Sei also bereit für Neues und experimentiere so viel wie möglich herum, ohne Rücksicht auf Verluste.





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